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Fifa Interactive World Cup 2009 Fernseher statt Bolzplatz [08.05.09 15:52]
 Bruce Grannec hat das Finale des FiFa Interactive World Cups 2009 gewonnen.In Barcelona setzte sich der 22.- jährige Franzose gegen 31 weitere Teilnehmer aus aller Welt durch. Nach einer langen, strapaziösen Saison, freut er sich über das Preisgeld von 20.000 US-Dollar und einen Neuwagen.
Computerspiele sind in der heutigen Zeit häufig der Anstoss für hitzige Debatten zwischen verschiedenen Generationen. Was für die einen als völlig normales Hobby angesehen wird, ist für andere eine potenzielle Gefahr für Jugendliche. Konservative Politiker fordern derzeit sogar den Verbot beliebter Onlinespiele, aufgrund der steigenden Zahl von Spielsüchtigen und jungen Erwachsenen, die unter Realitätsverlust leiden. Im Schussfeuer der Pädagogen stehen dabei neuerdings Echtzeitrollenspiele und wie schon seit Jahren die so genannten „Egoshooter“. Sportspiele hingegen erfreuen sich zunehemend einer kuriosen Dynamik, sie werden im Grunde als Sport angesehen.
|  Die kürzlich ausgetragene interaktive Fußballweltmeisterschaft war weit mehr als eine Veranstaltung für eine kleine Gruppe von Computernerds. Treffpunkt war der olympische Hafen in Barcelona. Das Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Fußball erzeugte eine ähnliche Atmosphäre, wie auf den hunderten Fanmeilen zur Zeiten des Sommermärchens 2006. Gespannt blickte die Masse auf das internationale Teilnehmerfeld der Fifa WM 2009. Mehr als 500.000 Daddler haben auf den weltweiten Qualifikationsturnieren für einen der Startplätze gekämpft. Nur 32 schafften letztendlich den Weg nach Barcelona. „Einerseits haben mich die technischen Fähigkeiten und das leidenschaftliche Auftreten der Teilnehemer fasziniert. Andererseits hat das denkwürdige Stadion, das herrliche Wetter und die zahlreichen Nebenschauplätze den Fifa Interactive World Cup in ein wahres Fußballfest verwandelt“, erfreut sich Organisator Chuck Blazor. |  Für die Spieler war nicht nur das atemberaubende Preisgeld von 20.000 US-Dollar ungewohnt. Das Finale zwischen dem Franzosen Bruce Grannec und dem Mexikaner Ruben Zerecero verfolgten 8.000 Zuschauer über eine Leinwand. „ Eigentlich war es heute wie in einem Stadion, ich hatte nicht das Gefühl Konsole zu spielen“, stellte Zerecero nach seiner 1:3 Niederlage fest. Für Burce Grannec hat sich durch den Sieg ein Lebenstraum erfüllt: „ Der heutige Tag ist der Lohn für richtig harte Arbeit. Stunde für Stunde habe ich in den vergangenen sieben Monaten vor dem Fernseher verbracht, anstatt selbst auf einen Bolzplatz zu gehen. Der Sieg zeigt aber, dass man Erfolg haben kann, wenn man hart genug an sich arbeitet“, philosophierte der 22-jährige Franzose nach der Siegerehrung. Für alle Zocker beginnt nun die wohlverdiente Sommerpause, bevor es dann ab Oktober unter dem Motto „Road to South Africa“ in vielen Wohnzimmern heißt: Zocken bis die Finger bluten! | | | | | |
Autor: Bolzen-Redaktion
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