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Unnützes Wissen Damit glänzt du bei Kickerturnier und Thekengespräch [13.02.09]
 Wie spare ich mit Taschentüchern möglichst viel Geld? Gibt es auch einen Foosball-Kaiser? Warum profitiert die Autoindustrie von den Kickertüftlern? Bei unseren "zehn Sachen über Tischkicker" findet ihr Fakten, deren Kenntnis auch den Insidern der Szene die Münder offen stehen lassen.
Taschentuchsperre. 1960 entwickelte ein junger Schreiner eine Vorrichtung, die das Zustopfen der Torlöcher und damit das Erschleichen von Gratis-Spielen am Kicker verhinderte. Um die so genannte „Taschentuchsperre“ zu vermarkten, baute Xaver Leonhart einen eigenen Kickertisch. Die Geburtsstunde des weltweit verkauften Leonhart-Kickers.
Foosball. Mitte der 60er lieferte die Firma Leonhart ihre ersten Kickertische nach Übersee. Angelehnt an den deutschen „Fußball“ trugen die Geräte den Schriftzug „Foosball“. Das kam so gut an, dass der aus Germany importierte Begriff in den USA zum Synonym für den boomenden Freizeitspaß wurde und bis heute verwendet wird.
|  Tischi. Der saarländische Tischfußball hat seine eigenen Gesetze. Statt von Kickern spricht man hier von „Tischi“, und das wiederum wird vorzugsweise auf dem jenseits der Landesgrenzen nahezu unbekannten „Hansberg“-Tisch praktiziert. Weitere Saar-Marotte: Der Anstoß erfolgt von der Eckfahne.
KiRo. Der Lehrstuhl für Grundlagen der Künstlichen Intelligenz an der Uni Freiburg hat den kickernden Roboter – kurz: KiRo – entwickelt, der mittlerweile als „Star Kick“ von der Automatenfirma Gauselmann vertrieben wird. Sein Elektrogehirn kann mithilfe von über 300 Infrarot-LEDs erkennen, wo der Ball ist. Seine Schüsse erledigt das 350-Kilo-Monstrum mithilfe eines Riemenantriebs.
|  The Kaiser. Wie der deutsche Fußball hat auch der amerikanische Foosball seinen Kaiser: Dan Kaiser aus Portland war einer der ersten Superstars des US-Turniersports und gewann zwischen 1975 und 1981 drei Weltmeistertitel.
Babyfoot. Die Geschichte des Tischfußballs beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Urvater wird der Franzose Lucien Rosengart (1880-1976) favorisiert. Der Citroën-Angestellte soll nicht nur Babyfoot – französisch für Tischfußball – erfunden haben, sondern auch für die Entwicklung des Sicherheitsgurts verantwortlich sein.
|  Aerial. Der Weltverband (ITSF) ist eine Spaßbremse. Weil der im Film „Absolute Giganten“ zelebrierte Torwartheber („Aerial“) für unfair befunden wurde, durfte der Schuss eine Zeit lang nur zweimal pro Satz angewendet werden. Das aktuelle Regelwerk verbietet ihn ganz.
Jet. Der Darmstädter Hans Friedrich Kircher gilt als Erfinder einer Schusstechnik, die heute in den USA Standard, hierzulande aber eher verpönt ist. Weil der Fahrlehrer immer eine Tankstellen-Mütze aufhatte, tauften die Kicker-Kumpels seinen neuen Schuss „Jet“.
| Killertrick. Die Frage, wie fest sich ein Kickerball schießen lässt, beflügelt die Fantasie. So berichtete das Magazin Maxim Anfang 2003 von einem „Killertrick“, der aus dem Ball „ein Geschoss mit circa 208 km/h“ macht. Realistischer ist eine Obergrenze von 60 km/h. Der belgische Superstar Frédéric Collignon kam bei einem Test auf 43 Sachen.
1 Million Dollar. Die Blütezeit des amerikanischen Foosball begann 1975, als die Firma „Tournament Soccer“ aus Seattle die „One Million Dollar Tour“ ausspielte. Die dicksten Preisgelder kassierten die Spieler Doug Furry ($85,000) und Dan Kaiser ($77,500). 1981 war der Veranstalter bankrott. | | | |
Autor: Tobias Neuhaus Bilder: Tobias Neuhaus, KiRo
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